Festplatte

Aus portablegaming.de Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine Festplatte (engl. hard disk drive oder kurz HDD) ist ein magnetisches Speichermedium in der Computertechnik, welches binäre Daten auf die Oberfläche einer rotierenden Scheibe schreibt. Dazu wird die hartmagnetische Beschichtung der rotierenden Plattenoberfläche entsprechend der aufzuzeichnenden Information magnetisiert. Durch die Remanenz erfolgt die Speicherung der Information.

Das Auslesen der Information erfolgt durch Abtastung der Magnetisierung der Plattenoberfläche mittels des Lesekopfes.

Im Gegensatz zu Disketten (Floppy Disks) bestehen die Scheiben von Festplatten aus starrem Material.

Auf einer Festplatte können beliebige Dateien, z. B. die des Betriebssystems, der Anwendungsprogramme oder persönlicher Daten (Dokumente, Videos, Musik, Bilder) dauerhaft gespeichert werden.

Baugrößen

Die physikalische Größe von Festplatten wird traditionell in Zoll angegeben und ist keine exakte Größenangabe, sondern ein Formfaktor. So sind beispielsweise 3,5″-Festplatten exakt 100 mm breit, was knapp 4 Zoll entspricht. Die Größe der Scheiben in diesem 100 mm breiten Gehäuse liegt aber um die 3,5 Zoll, wobei Serverplatten häufig etwas kleiner sind.

Die zur Zeit verwendeten Formfaktoren reichen von 3,5″ bis 0,85″, wobei der Trend zu kleineren Festplatten geht. Der 3,5″-Formfaktor ist im Desktop-Bereich der am weitesten verbreitete, in Laptops findet man meist 2,5″-Festplatten, in noch kleineren portablen Geräten (z. B. MP3-Player) häufig 1,8″-Festplatten.

Die gängigsten Baugrößen

  • 3,5″-Baugrößen wurden ca. 1990 eingeführt und sind derzeit Standard in Desktop-Computern und Servern.
  • 2,5″-Baugrößen finden vor allem Verwendung in Notebooks.
  • 1,8″-Baugrößen werden seit 2003 bei Sub-Notebooks sowie in großen MP3-Playern.

Anschlussarten

Bei Festplatten gibt es mehrere Standard´s um sie über ein Kabal mit dem Mainboard zu verbinden.

IDE (P-ATA)


Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Die Miniaturansicht konnte nicht am vorgesehenen Ort gespeichert werden
IDE Stecker

IDE Integrated Device Electronics ist ein veralteter Standart für Geräte wie optische Laufwerke und HDD Der aktuellste Standart ist UDMA 133, mit einer theoretischen Übertragunggeschwindigkeit von 130 Mbyte/s

Bei aktuellen Rechnern wird dieser Standart nur noch für die optischen Laufwerke verwendet Bei älteren Rechnern wird er aber auch für die Festplatten verwendet

Beim Anschluss solltet ihr darauf achten das der Blaue-Stecker des IDE-Kabels am Mainboard angeschlossen wird

S-ATA


Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Die Miniaturansicht konnte nicht am vorgesehenen Ort gespeichert werden
SATA Stecker

Sata wurde 2002 entwickelt und vorgestellt. Die erste Version hatte einen Datendurchsatz von 150MBytes/s 2005 wurde SATA II mit bis zu 300 Mbyte/s eingeführt.

SATA II ist mit folgenden Features ausgestattet

  • NCQ: Native Command Queuing. Mit diesem Standard wird die Verwaltung der Schreib- und Lesevorgänge optimiert und beschleunigt. NCQ muss von Festplatte, Controller und Treiber unterstützt werden.
  • eSATA: external SATA für externe Laufwerke, maximale Kabellänge: zwei Meter
  • Datenrate von 300 MB/s
  • HotSwap: Austausch des Laufwerks im laufenden Betrieb, ohne dass das System heruntergefahren werden muss
  • Staggered Spinup: zeitverzögertes Einschalten mehrerer Laufwerke, um zum Beispiel das Netzteil nicht zu überlasten
  • Port Multiplier: Der Port-Multiplier wird mit einem SATA-Port des Rechners verbunden und bietet vier oder mehr (bis zu 15) Anschlüsse für SATA-Laufwerke. Die Laufwerke teilen sich die verfügbare Übertragungsbandbreite. Wollen zum Beispiel drei Laufwerke gleichzeitig mit 50 MByte/s je Laufwerk übertragen, was selten vorkommen wird, können diese eine 1,5-Gbit/s-Strecke (150 MByte/s) auslasten.
  • Port Selector: Mit einem Port-Selector kann zwischen zwei redundanten Übertragungsstrecken geschaltet werden. So kann man das Problem Single-Point-of-Failure (SPoF) umgehen: Zwei Rechner können auf dasselbe Laufwerk zugreifen. Die beiden Rechner müssen allerdings selbst festlegen, wer jeweils aktiv ist (immer nur einer). Diese Auswahl bzw. Umschaltung kann durch nicht-spezifizierte Mechanismen erfolgen.
  • xSATA: Mit xSATA können die Laufwerke weiter entfernt (maximal acht Meter, wie bei Serial Attached SCSI) vom Rechner platziert sein als mit eSATA. Dazu benötigt man allerdings andere Kabel und Steckverbinder.


Externe Festplatten

Mittlerweile gibt es sehr viele Möglichkeiten Festplatten extern an den Rechner anzuschließen. Bei allen wird ein Gehäuse mit Festplattencontroller verwendet.

Mögliche Anschlussarten sind USB, Firewire und E-SATA.

Die neuste Entwicklung sind NAS-Festplatten, Network Attached Storage. Diese Platten werden ans Netzwerk angeschlossen und verhalten sich wie Datenserver, allerdings sind sie leichter einzurichten. Der Vorteil von ihnen ist, dass Alle Nutzer in einem Netzwerk Zugriff auf die Daten haben, auch Zugriffe über das Internet sind möglich. Einige Geräte sind auch mit FTP, HTTP, PHP und MySQL ausgestattet und können so auch als Webserver genutzt werden.

Bilder