Gizmondo

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Hersteller

  • Tiger Telematics

CPU

  • Samsung ARM
  • 400Mhz
  • 64bit Grafikprozessor

Speicher

  • MMC / SD Karten

Betriebssystem

  • Microsoft Windows CE

Display

  • TFT
  • 2,8" Bildschirmiagonale

Sound

  • nichts bekannt

Sonstiges

  • GPRS Funktion
  • Bluetooth Funktion
  • SMS / MMS verschickbar
  • eingebaute VGA Kamera
  • GPS Empfänger
  • Musik- und Movie Player

Erschienen

  • England: 19.03.2005
  • Europa: nie
  • USA: 22.10.2005
Gizmondo.jpg

Allgemein

Der Gizmondo ist der wohl größte Betrugsfall der Handheldgeschichte. ???? kündigte die im Spielesektor völlig unerfahrene Firma Tiger Telematics, die trotz Namensähnlichkeit nicht die Firma namens Tiger ist, die den Game.com entwickelt hat, einen damals noch Gametrac genannten Handheld an. Dieser sollte mit modernster 3D-Grafik, Multimediafeatures, einer Kamera und GPS die Kunden für sich gewinnen.

Die technischen Daten wirkten durchaus solide, allerdings fehlten die Spiele und der Preis lag sogar noch über der PSP. Sehr merkwürdig war auch der groß angekündigte Deutschlandrelease, der ohne Stellungnahme einfach ausfiel - zum angekündigten Datum war nichts vom Gerät in den Läden zu sehen und die Firma war einfach nicht zu erreichen.

Im Laufe des Jahres 2005 stellte sich auch heraus, warum das so war. Die Firma Gizmondo verschleuderte die Investorengelder wo es nur ging. So wurde unter anderem eine Modelagentur gekauft, ein Formel 1-Team gesponsort und die Manager fuhren teure Luxusautos.

Später kam dann heraus, dass die Manager Mafiaverbindungen hatten und sich selbst und ihre Verwandten mit hohen Gehältern versorgt hatten. Alleine eine Sekretärin, die zufällig die Lebensgefährtin des Gizmondo-Europe-Director Steve Carroll war, bekam ein Gehalt von 150.000$ plus Bonuszahlungen in Höhe von 83.000$ sowie einen 70.000$ Dienstwagen.

So kam alleine im 1. Halbjahr 2005 ein operativer Verlust von 210 Millionen US-Dollar zustande. Davon wurde allerdings praktisch nichts in die Softwareentwicklung und das Marketing gesteckt. Deshalb verkaufte sich der Gizmondo auch eher bescheiden - Quellen sprechen von nur 5.000 bis 30.000 produzierten Geräten.

Im Januar 2006 meldete die Firma Insolvenz an. Ex-CEO Stefan Eriksson sorgte dann für ein spektakuläres Ende und große Medienbeachtung als er betrunken einen 500.000 Pfund teuren Ferrari Enzo spektakulär gegen einen Strommasten crashte. Im Nachhinein kam dann heraus, dass dieser in Großbritannien als gestohlen gemeldet war und Eriksson wanderte ins Gefängnis.

Nach dem Aus der Firma ist natürlich auch der Gizmondo an sich tot. Sämtliche Softwareentwicklung wurde eingestellt und auch der noch vor der Insolvenz angekündigte Widescreen-Gizmondo wird wohl niemals erscheinen.

Systemdetails

Screenshots

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Systemfotos

Die Fotos stammen von einem Gizmondo, der vor dem geplatzten Deutschlandlaunch an Pressevertreter ausgeliehen wurde. Der Aufkleber ist in der Retailversion nicht vorhanden.

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Gizmondo Fotogalerie

Module

Sdcard.gif
Der Gizmondo benutzt normale SD / MMC Karten. Kommerzielle Spiele sind speziell geschützt.

Spiele

Insgesamt sind nur 14 Spiele für den Gizmondo erschienen, von denen die meisten Portierungen sind. Die wohl interessantesten Spiele Colors und Chicane sind bis jetzt nicht erschienen und werden es wohl auch nicht mehr.

  • Classic Compendium
  • Classic Compendium 2
  • Fathammer Classics
  • Fifa 05
  • Hockey Rage
  • Interstellar Flames 2
  • Motocross 2005
  • Pocket Ping Pong 2005
  • POD - Point of Destruction
  • Richard Burns Rally
  • SSX 3
  • Sticky Balls
  • Toy Golf
  • Trailblazer

Verschiedenes

Links

Allgemeine