Gottlieb Pinball Classics

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Gottlieb Pinball Classics
Cover
Entwickler System3
Publisher Marchsreiter Communications GmbH
Link zum Test playstationportable.de
Wertung 86%
Release Bereits erschienen
Sprache {{{Sprache}}}
Plattform PSP, Wii, Playstation2
Genre Geschicklichkeit
Multiplayer Ja/1-4
Offizielle Seite {{{offizielleseite}}}


Allgemeines

"Die realistischste Simulation aller Zeiten". Gottlieb Pinball Classics greift damit in die Vollen. Das Spiel verspricht Spielhallenfeeling und Spaß pur, aber es kann viel schiefgehen. Schon seit den Amiga-Zeiten mit Pinball Dreams und Co. ist kein Flipperspiel mehr sonderlich gut weggekommen.

Spaß-Flipper wie die von Mario, Sonic, Kirby oder den House of the Dead Heinis mal außen vor gelassen. Realismus war bei diesen ja weniger ein Thema, denn schließlich müssen hier einige Punkte mehr stimmen, als eine schicke Präsentation mit vielen Extras. Wo "Echt" draufsteht, da muss auch "Echt" drin sein.

Beinahe so alt wie das oben erwähnte Pinball Dreams ist das Entwicklerteam, das hinter das hinter diesem Spiel steckt. System 3 ist zurück und bereits im Handbuch wird die glorreiche Vergangenheit des Hauses erwähnt. Das ist in diesem Fall jedoch erlaubt, denn so, wie das Team von System 3 die alten Flipper aus dem Hause Gottlieb für die PSP zurechtmachten, merkt man, dass es nichts von seiner einstigen Genialität verloren hat. Besonders dem jüngeren Zockersemester muss man jedoch erst mal klarmachen wer Gotllieb eigentlich ist. In Wikipedia kann man erfahren, dass das Unternehmen 1930 von David Gottlieb gegründet wurde und die ersten Pinball-Spieltische entwickelte. Die erste Tisch erschien 1931 und erst 1996 erschien der letzte zum Film "Barb Wire". Soviel zur Geschichte.

Um das Gefühl von echten Flipperautomaten wiederzugeben, lizenzierte System 3 elf der besten Gottlieb-Flippertische aller Zeiten und packte sie in die Playstation Portable. Für den Spieler heißt das, dass es keine komischen Extras und auch keine höheren Level gibt, sondern einfach nur das Spielen um den Highscore. Im Gegensatz zu bisherigen Flippern bedeutet das jedoch auch einen höheren Schwierigkeitsgrad, an den man sich zunächst einmal gewöhnen muss! Zwar ist mit dem Analog-Stick ein Rütteln am Tisch möglich. Trotzdem kommt es vor, dass der Ball nach dem Abstoß ein paar Punkte mitnimmt und dann genau in der Mitte zwischen den Paddels hindurch geht. Ärgerlich, denn ein Try Again gibt es nur im Computer-Leben und nicht bei Gottliebs Klassikern.

Doch gerade dadurch kommt der Spaß ins Spiel. Dank der detailgetreuen digitalen Nachgestaltung der Tische fühlt man sich in die alte Arcade-Halle zurückversetzt. Selbst die Geräusche außen herum sorgen für das richtige Feeling und zum Spielen von den meisten Tischen benötigt man Credits, die man sich zunächst erst verdienen muss. Hat man irgendwann das Hauptziel eines Tisches geschafft (sei es, eine besondere Punktezahl zu erreichen, oder ein Special zu starten), kann man hier anschließend umsonst daddeln. Vorher kann es jedoch recht schmerzhaft werden, wenn der x-te Versuch, am 5 Credits-Tisch den richtigen Abschluss zu landen, schief geht. Gelegenheitsspieler kann das abschrecken, Hardcore-Zocker werden sich über die Herausforderung freuen.

Jeder der 11 Tische verfügt über ein individuelles Design. Außerdem gibt es noch ein Liebesbarometer (als netten Gag) und einen der ersten Gottlieb-Tische zu bewundern, die ihrerseits jedoch auch wieder Credits kosten.

Gameplay

Klassischerweise befindet sich die Steuerung auch bei der PSP auf den L- und R-Tasten. Allerdings nur bei der normalen Spielansicht. Durch drücken auf Select kann man nämlich in die vertikale Spielweise wechseln und steuert mit Dreieck und Kreuz. Jedoch kann man jetzt nicht mehr am Tisch rütteln.

Die Ballphysik ist bei diesem Spiel (fast) excellent, nur das virtuelle 'Gewicht' des Balles ist ein wenig zu leicht. Doch sonst lässt sich der Ball vollkommen realitätsgetreu über den Tisch schießen.

Grafik

Auch hier versucht man der Realität möglichst nahe zu kommen. Die Tische bestechen durch Details und eine genaue Darstellung. Auf den meisten Tischen gibt es sehr viel zu sehen, trotzdem bleibt das Spielgeschehen jederzeit flüssig, die Fähigkeiten der PSP werden kaum belastet. Die Tische verfügen über mehrere Kamerablickwinkel, von denen zwar nicht jede nützlich ist, aber zwischen denen man mit der Kreistaste schnell wechseln kann.

Screenshots

Sound

Wenn im Hintergrund ständig ein Piepsen und Klicken herrscht, kommt echtes Spielhallenfeeling auf. Kommentare von anderen Tischen, die eigene Musik und andere Nebengeräusche schaffen ein schönes Flair, in dem man sich gleich heimisch fühlt. Die Musik und die Geräusche wurden von den Originaltischen übernommen und bieten waschechten 80er Sound. Zumindest, wenn der Tisch Musik bietet, denn manche kommen leider komplett ohne aus. Etwas weniger Realismus wäre hier doch schön gewesen.

Features und Besonderheiten

Hier bietet Gotllieb Pinball Classics eine Menge. Neben der hohen Anzahl an Tischen (die trotzdem noch etwas größer sein könnte...) gibt es viel zum Freispielen,zwei Multiplayer-Modi, einen auf einer PSP mit bis zu 4 Spielrn und ein zweiter mit Gamesharing!

Glücklicherweise ist es möglich, bis auf zwei Tische (die sind zu groß) alle Bahnen mit nur einer auf auf bis zu 4 andere Playstation Portables zu übertragen, wo sie gespeichert bleiben, bis das Gerät irgendwann ausgeschaltet wird. Eine tolle Funktion, mit der man seine Freunde um eine schöne Erfahrung bereichern kann.

Quellen

Link zum Userreview
playstationportable.de Link zum Test