Killzone: Liberation

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Killzone: Liberation
Cover
Entwickler Guerilla Games
Publisher SCE (Sony Computer Enterteinment)
Link zum Test Gemaswelt.de
Wertung 87%
Release November 2006
Sprache {{{Sprache}}}
Plattform Playstation Portable
Genre Shoot'em up
Multiplayer 6 Spieler (Offline), 8 Spieler (Online)
Offizielle Seite [1]


Killzone: Liberation ist ein Shoot'em up von Guerilla Games, das im November 2006 für Playstation Portable durch SCE (Sony Computer Enterteinment) veröffentlicht wurde. Es sollte der Nachfolger des Playstation 2 Vorgänger werden.

Screenshots

Inhalt

Templar, Luger, Hakha und Rico haben heroisch die Helghast Invasion verhindert. Vecta City befindet sich unter der Kontrolle der ISA. Doch wir sollten uns nicht zu früh freuen, denn die Helghast nehmen die vermeintliche Niederlage nicht einfach so hin - ganz im Gegenteil. Scolar Visari, Anführer der Helghast, hat General Armin Metrac die absolute Befehlsgewalt übertragen, so dass der General einen fatalen Gegenschlag vorbereiten und ausführen soll. Das erklärte Ziel: Die totale Vernichtung. Und der Plan scheint aufzugehen, denn die Truppen des Generals schlagen unkonventionell und brutal zurück. Und Stück für Stück überrennen die Helghast die wenigen und leider zu schlecht gesicherten Basen der ISA im Süden des Landes. Ein eilig einberufener Krisenstab seitens der ISA-Verantwortlichen, an dem auch die besten Wissenschaftlern des Landes teilnehmen, beraten über die Vorkommnisse im Süden von Vecta. Das Ergebnis ist wenig erfreulich, denn viele Eliten befinden sich im Süden von Vecta und wenn die Helghast erfolgreich mit ihrer Eroberungen sind und zudem Gefangene machen, ist es um die Vecta Zukunft schlecht bestellt. Wieder einmal hängt alles an einem seidenen Faden. Nur Templar kann hier noch helfen, in dem er sich hinter die feindlichen Linien wagt und die Pläne des eroberungsfreudigen Generals durchkreuzt.

Umfang

Auch wenn Templar erneut als vordeklarierter Held in das Geschehen eingreift und versucht das Blatt zum Guten zu wenden, wird er diese Aufgabe natürlich nicht alleine lösen können. Wieder einmal stehen ihm bekannte als auch neue Verbündete zur Seite, um die Helghast ein für alle Mal niederzuschlagen. Dazu gehören u.a. die bekannten Figuren wie Rico, Luger und Hakha als auch die neuen Mitglieder Wight Stratson oder Evely Batton. Aber auch wenn sich hier ein großes Team offenbart, diese werden euch nur partiell zuarbeiten, denn die eigentlichen Aufträge erledigt ihr mit Templar und ggf. einem Buddy, den ihr entsprechend befehligen könnt.

Eure auszuführenden Befehle erhaltet ihr, sobald ihr in Aktion getreten seid, über Funk. Neben erklärenden Randinformationen werden auch die eigentlichen Ziele vorgegeben. Selbstverständlich bleibt euch ohnehin nur ein "roger - over and out" übrig und dann kann es auch schon los gehen. Mittelfristig wiederholen sich die Missionsziele und ihr werdet immer wieder vor die gleichen Aufgaben gestellt, um so das finale Spielziel zu erreichen. Dafür heißt es z.B. erst einmal alle Gegner eines Level zu töten, bevor ihr euren Weg weiter fortsetzen könnt. Manches Mal könnt ihr die Lollies auch einfach ignorieren, so lange sie euch nicht zu sehr auf die Pelle rücken, und ihr kümmert euch darum, vermisste Personen zu finden und zu retten. Gegner, die sich euch in den Weg stellen, werden natürlich gnadenlos über den Haufen geschossen. Gleiches gilt dann auch für Bossgegner, die immer mal wieder auftauchen und von euch verlangen recht geschickt vorzugehen. Denn einfach mal draufballern ist nicht drin. Manches mal ist es sehr einfach und ihr kommt schnell auf den Trichter, wie sich der Obermotz erledigen lässt. Auf der anderen Seite gibt es auch die richtig fiesen Endgegner, die den Einsatz eurer grauen Masse fordern, bevor ihr sie über den Jordan kicken könnt. Gesamt zeigt sich, dass vor allem die Bossgegner die geheime aber wahre Herausforderung im Spiel darstellen.

Features und Besonderheiten

Als zusätzliche Herausforderung könnt ihr euch auch noch den Geheimnissen zuwenden, die in jedem Level auf euch warten. So finden sich an unterschiedlichen Stellen bestimmte Objekte, die sich gut versteckt haben und von euch gefunden werden wollen. Habt ihr das geschafft, werden euch u.a. Geheimnisse enthüllt, die - je nach gelüftetem Säckchen - für den weiteren Storyverlauf von Wichtigkeit sind. Alternativ gibt es auch Hilfreiches und Nützliches wie z.B. Waffen, Munition, Granaten & Co., dass ihr an gegebener Stelle vorzugsweise gekonnt einsetzen solltet, damit die Pläne des Generals in jedem Fall durchkreuzt werden können. Seit Juni 07 ist auch Kapitel 5 und der Online Addon draussen, mehr dazu unten.

Kapitel 5 und der Online Modus

Wie oben bereits erwähnt haben die Entwickler seit Anfang Juni ein kostenloses Addon und darüber hinaus einen umfangreichen Onlinemodus veröffentlicht. Das Beste an der ganzen Sache ist allerdings, dass ihr euch über die Download-Funktion des Spiels das Paket für Lau runterladen könnt – WLAN vorausgesetzt. Das Addon bildet das langersehnte 5. Kapitel und beendet die Unklarheiten, die beim Originalspiel nach Abschließen des 4. Kapitels übrig blieben. Meiner Meinung nach haben die Entwickler mit diesem Addon zugleich die das schönste Kapitel kreiert, denn euch verschlägt es in den vier neuen Mission in viele verschiedene Gegenden wie beispielsweise Wüste, Kanalisation oder auch eine Stadt. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist bei diesem Addon allerdings die Tatsache, dass sich zwei kleinere Fehler bzw. Kritikpunkte eingeschlichen haben – Denn im 5. Kapitel kommt es nun vor, dass die Untertitel zum Teil überhaupt nicht mehr mit den gesprochenen Wörtern übereinstimmen. Auch gibt es nun nach dem Laden eines Spielstandes einige unschöne Ruckler, die zuvor nicht zu sehen waren. Dieser Umstand liegt wohl daran, dass die gesamten Daten nun vom Memorystick geladen werden und nicht wie vorher von der UMD. Der Onlinemodus bildet neben dem neuen Kapitel ein besonderes Extra. Meiner Meinung ist dieser noch besser gelungen als der von Sonys Socom-Spielen auf der PSP. Denn es gibt nun eine Menge Spielmodi, die ihr mit bis zu sieben weiteren Spielern erleben könnt – So habt ihr die Möglichkeit von Deathmatches über Team-Deathmatches bis hin zu Capture the Flag zu zocken. Besonders mit der maximalen Anzahl an Mitspielern kommt erst so richtig Freude auf und ich sage euch, dass ihr dann gar nicht mehr vom PSP-Bildschirm loskommt. Erfreulicherweise haben die Entwickler euch auch die Option eingeräumt das PSP-Head Set an den Handheld anzuschließen – Dieses Feature wurde bisher nur in den beiden Socom-Teilen verwendet und ist besonders zu loben.

Pro/Contra

Positive Aspekte

  • Gelungene Synchronisation bzw. Lokalisierung & atmosphärische Sounduntermalung
  • Einfacher Spieleinstieg dank gut gemachtem und informativem Tutorial
  • Bis auf wenige Ausrutscher gelungene grafische Präsentation getreu dem Motto "weniger ist of mehr"
  • Recht kurze Ladezeiten
  • Koop-Modus
  • Viele Waffen & Fähigkeiten zum frei- bzw. erspielen
  • Umfangreicher Online Modus

Negative Aspekte

  • Unnötige Grafikfehler - tote Feinde drehen sich am Boden
  • Nachzieheffekt
  • Kanteflimmern
  • Ungenaues Zielsystem
  • Sehr linearer Spielverlauf

Fazit

Killzone: Liberation lässt sich recht einfach zusammenfassen und auf den Punkt bringen: Gemessen der Möglichkeiten haben die Entwickler zweifelsfrei gute Arbeit abgeliefert, wenngleich beinahe schon als "typisch zu bezeichnende Mankos" ihr Stelldichein geben. Dazu gehören Kantenflimmern, das weniger hübsche Nachziehen als auch die durchgeknallten Gegner, die trotz erteiltem Tod noch ziemlich lebendig auf dem Bildschirm rumwackeln. Ansonsten ist die optische Vorstellung der Kriegswirren zwischen Mensch und Helghast grundsolide strukturiert und gibt wenig Futter zu meckern - bis auf genannte Ausnahmen. Die eher etwas grau und trist gehaltene Ausstattung der Level punktet zweifelsfrei wieder durch bestimmte und verschiedene Details, welche die Szenerie durchaus lebendig erscheinen lassen. Auch die eher als Kleinigkeiten zu bezeichnenden Unzulänglichkeiten hinsichtlich Steuerung und Zielsystem sind für einen geübten Spieler mit links wegzustecken und stellen am Ende nur ein geringes Problem dar. Ohne Einschränkung gelungen ist die Synchronisation bzw. Lokalisierung sowie die generell zu Grunde liegende Soundkulisse. Diese verpasst dem futuristischem Geschehen die nötige Würze und wird alte wie neue Fans sicher begeistern. Wer für Shooter etwas übrig hat, dazu mit einer isometrischen Ansicht keinerlei Probleme hat, mit ein paar kleinen Fehlerchen auskommt, linearen Spielverläufen etwas abgewinnen kann und vor allem schon von Killzone auf der PlayStation 2 angetan war, bekommt mit Liberation ganz klar eine gute Fortsetzung spendiert.

Weblinks

Quellen: