OneStation Hands-on

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Das gute Stück kommt einer einer kleinen, kompakten Verpackung. Öffnet man diese, sieht man sofort ganz oben das Handheld (meins ist in Ferrari Red), durch eine Plastikumverpackung geschützt. Darunter verbirgt sich das AV-Kabel (zum Anschluß an den TV), sowie eine Handschlaufe und eine Bedienungsanleitung.

Hier die Verpackung von vorne und hinten. Auf der Rückseite werden interessante Innovationen erwähnt. Ob und wann diese überhaupt auf dem Markt kommen, bleibt abzuwarten. Wären aber auf jeden Fall sinnvoll. Nun gut, nun aber zu den Pics :

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Jetzt sollte man aber mal zum Handheld selbst kommen. So eine Verpackung ist ja ganz nett, befriedigt aber nicht die Sammlergelüste *g*. Das Gerät ist etwas größer als der Mikro (werde demnächst mal schauen, ob ich ein Vergleichsbild zustandebekomme), ebenso wegen dem Batteriefach etwas dicker und man merkt das billige Plastik, was mit modernen Handhelds nicht konkurrieren kann. Trotzdem ist die Verarbeitung überraschend hochwertig. Das Gerät wirkt stabil und wenn man etwas Druck ausübt knatscht und quietscht nichts. Auch der Batteriedeckel sitzt fest und sicher. Von China-Ware bin ich deutlich schlechteres gewohnt. Schonmal ein gutes Zeichen.

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Gefüttert wird das Handheld von 3 Mikro-Batterien (AAA). Der Hersteller gibt eine Batterielaufzeit von 2-15h an, was ich als ziemlich lächerlich ansehe. Dann kann man die Angabe auch ganz weglassen. Foren im Internet berichten von ca. 10h mit vernünftigen Batterien. Schaltet man das Teil an, strahlt einem ein sehr helles und kontrastreiches Display an. Wow ! Das hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Es ist mindestens so gut wie beim GBM und auch ein wenig größer. Warum hat Nintendo nicht dazu gegriffen ?! Auf der Oberseite findet man einen Power-Schieber, den Modulschacht, der eigentlich gar kein Schacht ist, wie man sehen kann, sowie den AV-Port. Auf der Unterseite gibt es noch einen Lautstärkeregler.

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Die Module kommen in kleinen Blisterverpackungen. Es sind jeweils mehrere Spiele auf einer Catridge enthalten. Man kann sowohl zu 16-Bit, also auch zu 8-Bit-Spielen greifen. Die 16-Bit Games können ungefähr mit GBA-Spielen konkurrieren, die 8-Bit-Spiele sind teilweise leider nur NES- und Arcade-Clones (obwohl....Track&Field unterwegs zocken rockt schon ziemlich!). Wie bereits erwähnt wären, durch die Open-Source-Hardware auch 32-Bit-Spiele mit 3D, sowie Anwendungen wie MP3-Player, Video-Player, TV-Tuner etc. möglich und werden auf der Verpackung ja auch teilweise schon angekündigt. Die Module versinken nicht im Gerät, sondern stehen ab, was während es Zockens nicht hinderlich ist, aber trotzdem irgendwie komisch aussieht. Das Handheld wäre größer geworden, wären die Module versenkbar gemacht worden.

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Zu den Spielen ansich muss man sagen, daß sie teils wirklich recht gut sind, teilweise recht hohl. Trotzdem sind sie durchweg interessant gestylt und für Zwischendurch oder wenn man mal schnell zocken will ideal. Sie erreichen natürlich nicht die Qualiät der Spieltiefe von GBA Spielen. In meinem Probemuster sind 10 16-Bit Spiele enthalten. Davon machen mir persönlich 4 Stück doch ziemlich Spaß (ein sehr guter H-Shooter im Tiger Heli Style (jedoch mit Jets), ein Pool Billard Game, ein Frogger-ähnliches Game, sowie eine Art Bomberman). Die restlichen sind solala, werde mich aber trotzdem mal dransetzen. Sicherlich wollt ihr gerne Pics zu den Games sehen, meine Cam hat aber auf Grund der Bildwiederholungsfrequenz des Screen gestreikt (ergibt Streifen auf dem Pic). Werde mir eine andere Möglichkeit überlegen und dann nachreichen.

Zu guter Letzt sollte man die Option erwähnen das Handheld an einen handelsüblichen TV anzuschliessen. Durch das beiliegende AV-Kabel ist das kein grosses Prob. Der interne Screen wird dadurch ausgeschaltet um Batterien zu sparen. Das Bild auf dem TV ist etwas schlechter, so als würde man das SNES üebr Antenne anschliessen. Naja klar, die Games sind für den 2,5" Screen designed und auf einem 80cm TV müssen wohl Einbüßungen logisch sein. Habe auch hier wieder versucht Pics zu Schiessen, Unschärfen und Streifen senken aber die Qualität der Pics soweit, daß sie den Eindruck der Games verfälschen könnten, daher warte ich auf eine andere Möglichkeit. Sorry dafür....


Ok kommen wir zum FAZIT :

Die "One Station" ist ein äussert interessantes Stück Technik. Gute Verarbeitung und eine "Open Source Hardware" versprechen viel potential für die Zukunft. In wie fern das in der Zukunft genutzt wird, bleibt erstmal offen. Und genau das ist der Knackpunkt an der Sache. Steckt man seine Erwartungen zu hoch, könnte man u.U. etwas von den Games (nicht dem Handheld!) enttäuscht sein. Geht man ohne Erwartungen ran, wird man positiv überrascht. Bei Spielepreisen um die 10 Euro (wobei immer mehrere Games enthalten sind) und einem Hardwarepreis von ca. 40 Euro darf man aber gerne mal einen Probekauf wagen, wenn man das Geld gerade übrig hat. Wer keine Zeit für aufwändige Games a la PSP oder Touch-Action a la NDS hat (sprich kurze Bahnfahrten, 5 Minuten Pause etc.) wird mit in diesem Handheld und seinen Games vielleicht eine ideale Alternative finden. Alle anderen können in der "One Station" einen Exoten, mit netten Games sehen, den man haben kann (nicht muss) oder auch nicht. Achja und die Sammler.....ZUSCHLAGEN ! Gerade wenn ein MP3-Modul oder ein Video-Modul für sagen wir mal 10 Euro rauskommen sollten, ist das Ganze schon ein Geheimtipp, denn Nintendo will ja partout den Play-Yan nicht ausserhalb Japans veröffentlichen und daher ist die "One Station" eine Alternative für die echten Freaks :-)

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