Xbox 360 FAQ

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Die Xbox 360


Allgemeines

Die Xbox 360 ist eine von Microsoft entwickelte Spielkonsole und Nachfolger der Xbox. Der Projektname der Konsole war Xenon. In der Presse wurde sie vor Bekanntgabe des Namens auch als Xbox 2 oder Xbox Next bezeichnet. Sie wurde Ende 2005 auf den Märkten der Vereinigte Staaten Europa und Japans eingeführt. In Ozeanien war sie ab Ende März 2006 erhältlich. Damit war sie die erste Konsole, die in den wichtigsten Regionen nahezu zeitgleich veröffentlicht wurde.

Ende März 2007 wurde eine neue Version der Konsole, die Xbox 360 Elite von Microsoft vorgestellt. Diese Version besitzt eine 120 GB Festplatte, eine HDMI-Schnittstelle und eine schwarze Optik.

Als ihre größte Stärke im Wettbewerb mit Nintendos Wii und Sonys PlayStation 3 gilt besonders die Onlineplattform Xbox Live.

Die größte Schwäche der Konsole ist ihre Fehleranfälligkeit, eine hohe Zahl der Konsolen musste aufgrund von Hitzeproblemen umgetauscht werden. Daher kündigte Microsoft im Juli 2007 an, die Garantiezeit für einen bestimmten, sehr häufigen Hardwaredefekt (der durch drei blinkende rote Leuchtdioden an der Konsole angezeigt wird) von zwei Jahren auf drei Jahre zu erhöhen.

Veröffentlichung

Japan: 10. Dezember 2005

USA: 22. November 2005

Europa: 2. Dezember 2005


Starttitel

Während in Nordamerika zum Start der Konsole achtzehn Titel erschienen, gab es zur Markteinführung in Europa nur fünfzehn Spiele. In Deutschland wurde das Spiel Condemned indiziert, sodass vierzehn Spiele erschienen. In Japan wurden nur sechs Spiele veröffentlicht, was mit der schwierigen Lokalisierung begründet wurde. International verkaufte sich das Spiel Call of Duty 2 von allen Starttiteln am Besten.

Starttitel:

  • Amped 3
  • Call of Duty 2
  • FIFA 06 : Road to FIFA World Cup
  • GUN
  • Kameo: Elements of Power
  • Perfect Dark Zero
  • King Kong : The Official Game of the Movie
  • Madden NFL 06
  • NBA Live 06
  • Need for Speed: Most Wanted
  • Project Gotham Racing 3
  • Quake 4
  • Tiger Woods PGA TOUR 06
  • Tony Hawk's American Wasteland

Technik

Prozessor

Der Prozessor namens Xenon, der auf der PowerPC-Architektur basiert, wurde von IBM exklusiv für die Konsole angefertigt. Er besteht aus drei einzelnen Kernen. Jeder dieser Kerne kann zwei Threads gleichzeitig bearbeiten.

  • 115,2 FLOPS|GFLOPS (theoretische Spitzenleistung)
  • bis zu 9,6 Milliarden Polygone pro Sekunde
  • 3,2 Gigahertz
  • 90nm, ab Ende 2007 65nm

Grafikprozessor

Während der Chip der ersten Xbox von Nvidia produziert wurde, zeichnete sich bei der Xbox 360 ATI verantwortlich. Der Grafikprozessor heißt Xenos.

  • 338 Millionen Transistoren
  • 48 Unified Shader-Architektur (jede Pipeline kann Pixel- und Vertex-Shader ausführen)
  • Der Grafikchip kann 160 Shader-Vorgänge pro Taktzyklus darstellen
  • Fungiert auch als Northbridge
  • Vollständig DirectX-9.0c-kompatibel plus weiterer Funktionalitäten (ähnlich wie Direct3D 10) u.a. Shader-Model 4.0 und Memexport
  • Unterstützt werden die Bildschirmformate 480p, 720p, 1080i und 1080p, sowie die TV-Modi PAL-50 und PAL-60
  • 500 Millionen Polygone pro Sekunde

Rechenleistung

  • Diagram des Datendurchsatzes 500 Millionen Polygone pro Sekunde
  • 48-96 Milliarden Shader-Operationen pro Sekunde (Ohne CPU)

Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher verfügt insgesamt über 16 Speicherblöcke mit jeweils 32 MB, insgesamt also 512 MB Speicher.

Tonausgabe

Unterstützt werden alle gängigen Formate bis zu Dolby Digital 5.1 mit WMA|WMA Pro, auch Pro Logic 2. Zum Anschluss an externe Geräte verfügt die Konsole über einen optischen Ausgang.

Laufwerk

Die Xbox 360 verfügt über ein 12xDVD-Laufwerk. Bis Ende 2006 wurden Laufwerke von Philips, Hitachi, Toshiba und Samsung verbaut.Durch die Laufwerksgeräusche wird die Xbox 360 im Spielbetrieb sehr laut. Ab 2007 werden Laufwerke von BenQ verwendet, die laut Microsoft etwas leiser und schneller sein sollen.

Speichermedien

  • Festplatte mit 20 GB (Premium) bzw. 120 GB (Elite) Kapazität (13 GB sind dem Benutzer frei zugänglich, 4 GB werden als Cache für Spiele benutzt, den Rest belegt der Emulator für Xbox-Spiele. Dem Core-Bundle liegt keine Festplatte bei.
  • Memory Unit mit 64 MB oder 512 MB

Ein- und Ausgabe

  • Bis zu vier Controller
  • Drei USB-2.0-Anschlüsse (erweiterbar)
  • Ethernetschnittstelle
  • AV-Ausgang
  • HDMI-Ausgang (seit dem 3. Quartal 2007 in allen Varianten außer "Core")
  • WLAN-Adapter anschließbar
  • Xbox Live Vision|Xbox Live Vision anschließbar

Multimediaunterstützung

Compact Disc|CD- und DVD-Formate. Zusätzlich ist das Rippen von Audio-CDs und das Betrachten von Videos in den Formaten .wmv sowie MPEG-4 Seit dem Dashboard Update im Dezember 2007 kann die Xbox 360 auch Filme abspielen, die im Format MPEG-4 Part 2 im AVI-Container vorliegen. Dazu zählen auch DivX - (ab Version 5.0) und Xvid-Filme, die im Simple Profile oder Advanced Simple Profile kodiert wurden. Diese können auch von einem USB-Stick oder einer externen Platte abgespielt werden.

Varianten

Die Xbox 360 ist bisher in mehreren Varianten erschienen:

Premium und Core

Die weiße Xbox 360 ist seit 2005 auf dem Markt. Es gibt sie in zwei Ausführungen, der "Premuim" Veriante mit kabellosem Controller und 20 GB Festplatte, und der "Core" Variante, die preisgünstiger war, aber ohne Festplatte, Headset, HD Component-Kabeln und nur mit einem verkabelten Controller ausgeliefert wurde.

Verbesserte Premium

Nach Erscheinen der Elite erhielt die "Premium" Variante noch einen HDMI Ausgang sowie einen zusätzlichen Lüfter, um die Anzahl der Überhitzungen einzudämmen ("Ring of Death").

Arcade

Gleichzeitig wurde die "Core" Variante durch die Arcade Variante ersetzt, die zwar immer noch keine Festplatte, dafür aber eine Memorycard, einen kabellosen Controller, einen HDMI Ausgang und fünf Arcadegames vorinstalliert hatte. Mit dieser Version will Microsoft vor allem Casual Gamer ansprechen.

Elite

Am 27. März 2007 wurde das Erscheinen einer „Xbox 360 Elite“ offiziell von Microsoft bestätigt. Dieses „Premium-Modell“ verfügt über eine von 20 GB auf 120 GB erweiterte Festplatte, einen HDMI-Ausgang inklusive HDMI Kabel und erscheint statt in weiß in schwarz, zusammen mit einem ebenfalls schwarzen Wireless Controller.

Special Editions

Zusätzlich gibt es limitierte "Special" Versionen der Xbox 360 zu diversen Spielen, wie z.B. Halo 3, Forza Motorsport 2 und anderen Xbox 360 Spielen.


Xbox Live

Xbox Live Card für 12 Monate

Xbox Live ist ein Onlinenetzwerk von Microsoft. Jeder Xbox 360 Benutzer mit einem Breitbandanschluss kann diesen Service nutzen. Microsoft bietet die Online Dienste der Xbox 360 in zwei verschiedenen, Gold und Silber genannten, Paketen an. Während Silber jedem Besitzer eines Xbox-Live-Accounts gratis zur Verfügung steht, ist Gold kostenpflichtig. Die Kosten sind nach Vertragsdauer gestaffelt und belaufen sich entweder auf 20 € für drei Monate oder 60 € pro Jahr. Diese Kosten können per Kreditkarte, per Lastschriftverfahren oder durch den Kauf von sogenannten Abonnementkarten im Handel beglichen werden. Gold-Mitglieder haben die Möglichkeit bei Spielen den Mulitplayerpart über Xbox Live zu nutzen. Weiterhin stehen Gold-Inhabern besondere Downloads im Xbox Live Marktplatz zur Verfügung. Microsoft bietet im Rahmen seines Marketings unregelmäßig Umwandlungen von Silber zu Gold an. Entsprechende Erweiterungen sind zeitlich auf nur wenige Tage begrenzt und werden zumeist an Wochenenden angeboten.

Jeder angemeldete Benutzer kann einem anderen geschriebene Nachrichten und Bilder, die mittels Xbox Live Vision, einer Art Webcam, erstellt wurden, zusenden. Falls beide Benutzer Gold und auch Xbox Live Vision besitzen, ist nicht nur eine Sprachunterhaltung sondern auch ein Videochat möglich.

Xbox Live Marktplatz

Der Xbox Live Marktplatz ist ein in das Gerät integrierter Service, der es dem Benutzer erlaubt, Inhalte auf seine Konsole herunterzuladen. Angeboten werden Demos und Videos von Spielen, sowie Profilbilder und Spiele für die Xbox Live Arcade. Amerikanische Benutzer haben seit Ende 2006 zusätzlich die Möglichkeit, Spielfilme herunterzuladen. Diese Dateien werden mit so genannten Microsoft Points bezahlt, dies ist eine von Microsoft eingeführte interne Verrechnungseinheit für den Service Xbox Live. Die Punkte können per Kreditkarte oder auf einer Karte im Handel erworben werden. Ein Kauf per Lastschrift ist hier dagegen nicht möglich. Ein Punkt kostet rund 1,2 Cent. Microsoft koppelt auf diese Weise die Möglichkeit für Onlinekäufe von dem Besitz einer eigenen Kreditkarte ab und abstrahiert zugleich die Kosten für Erweiterungen. Die Kosten für die Daten bewegen sich in einem breiten Spektrum. Während Profilbilder nur wenige Punkte kosten, oder teilweise sogar gratis sind, muss ein Spieler für Xbox-Live-Arcade-Titel 400 bis 1200 Punkte zahlen, was etwa 5 bis 10 Euro entspricht. Die zeitlich begrenzt nutzbaren Spielfilme kosten ungefähr 10 €, während Videos und Demos immer gratis sind. Des Weiteren wird man über Microsofts MP3-Player

Modifikationen

Am 23. August 2007 ist nach mehrjähriger Arbeit Hackern gelungen, einen eigenen CPU-Kernel auf den Hauptprozessor aufzuspielen. Dabei wird nicht der CPU-Key selber, sondern der Hashwert des Keys mittels Bruteforce ermittelt. Mit einem eigenen CPU-Kernel wird jede erdenkliche Software auf der Xbox 360 ausführbar. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Zusatzprogramme, sogenannte Homebrew die Xbox 360 in ihrer Funktion erweitern, bzw sogar komplette Betriebssysteme installiert werden können.

Software

Mehrere Gruppen arbeiten daran, die Sicherheitsmaßnahmen des Systems zu umgehen, um so beispielsweise die Hardware mit alternativen Betriebssystemen wie Linux betreiben zu können. Erste Modchips für die in der Konsole verwendeten Samsung-, bzw. Hitachilaufwerke sind verfügbar.Verfügbare Hardwaremodifikationen erlauben es, auf die Festplatte kopierte Programme so abzuspielen, als kämen sie von einem Wechseldatenträger.

Laufwerke

Mittlerweile ist es möglich Sicherheitskopien seiner originalen Datenträger über die modifizierten Laufwerke abzuspielen. Ein Anschluss des externen HD-DVD-Laufwerks an einen handelsüblichen PC unter Windows XP ist nach leichten Modifikationen ebenfalls möglich.

Benutzeroberfläche

Guide

Mit dem sogenannten Guide Button, der als eigenständiger Knopf sowohl auf dem Controller als auch auf der Fernbedienung vorhanden ist, kann ein Benutzer in jedem Spiel auf ein kleines Benutzerinterface zurückgreifen. Nach dem Drücken des Knopfes erscheint am linken Bildschirmrand ein Fenster mit dem man Zugriff auf sein spielerspezifisches Benutzerprofil mit bisherigen Erfolgen, gespielten Spielen, Nachrichten, Freundeslisten und anderen Informationen hat. Weiterhin lassen sich in diesem Menüpunkt minimale Einstellungen vornehmen und der Musik Player steuern der während des Spielens, vorher auf der HDD bzw. MP3-Player abgelegte, Musik abspielt. Über dieses Fenster besteht weiterhin die Möglichkeit direkt ins Dashboard zu wechseln ohne die CD aus dem Laufwerk nehmen oder die Konsole bei Bedarf herunterzufahren. Das so angebotene Menü hat den Vorteil, das man das Spiel nicht beenden muss, um unkompliziert auf die unterschiedlichsten Funktionen zuzugreifen. Das Schließen des Fensters ermöglicht das Weiterführen des Spiels.

Gamercard

Jeder Benutzer verfügt nach dem ersten Starten der Konsole über ein eigenes Profil und damit auch über eine eigene Gamercard. Diese enthält den Benutzernamen, den Gamerscore, ein wechselbares Spielerbild und die Reputation eines Spielers. Auch das Hinzufügen einer Signatur ist möglich. Über Xbox Live wird dieser Service um einige Optionen erweitert. So lässt sich dann über den Guide das Profil des gewünschten Spielers auswählen. Danach können Informationen zu seinen Erfolgen und den gespielten Spielen eingesehen werden.

Gamerscore

Microsoft bietet den Gamerscore, eine Art Erfolgssystem, an. Für besondere Leistungen in einem Spiel schaltet der Spieler Erfolge frei. So lassen sich bei jedem regulärem Spiel 1000 Punkte und bei jedem Xbox-Live-Arcade-Spiel 200 Punkte sammeln. Diese Zahlen lassen sich aber mit herunterladbaren Inhalten ein wenig aufstocken. Durch das System entsteht eine höhere Motivation das Spiel durchzuspielen.


Spiele

Spiele für die Xbox 360

Zubehör

Faceplate

Einige Faceplates

Die Xbox 360 besitzt eine abnehmbare Frontpartie. Durch den Austausch dieser Frontblende kann man das Aussehen der Xbox 360 nach eigenen Wünschen anpassen. Des öfteren werden auch, meist limitierte, spezielle Frontabdeckungen mit Motiven aus Xbox 360-Spielen angeboten. Offiziell werden von Microsoft vier verschiedene Frontabdeckungen angeboten. Zusätzlich wurde eine Abdeckung passend zur Fifa Fußball-Weltmeisterschaft 2006 angeboten, die jedoch nur in Verbindung mit einer Xbox 360 erhältlich war. Vermutlich aufgrund des Preises von ungefähr 20 € fanden die Abdeckungen bisher relativ geringen Zuspruch, weshalb Microsoft auch vorerst keine neuen Varianten mehr veröffentlichen will.

Festplatte

Die Festplatte liegt der Premiumedition der Konsole bereits bei. Sie hat zwar eine Kapazität von 20 GB, für den Benutzer sind aber nur 14 GB nutzbar, was darin begründet ist, dass die Emulation von alten Xbox-Spielen einiges an Speicherplatz benötigt und 4 GB als Zwischenspeicher reserviert sind. Sie wird über einen normalen Anschluss an der Oberseite angebracht und kann dadurch sehr schnell abgenommen werden. Um alle Optionen der Konsole ausschöpfen zu können, muss man zwingend eine Festplatte besitzen. So benötigt man sie um Xbox-Spiele zu spielen oder um Inhalte vom Xbox Live Marktplatz herunterzuladen. Mittlerweile sind im Handel Festplatten mit 20 GB sowie 120 GB Kapazität erhältlich.

Multimediamöglichkeiten

Die Xbox 360 verfügt, ähnlich wie ihr Vorgänger, über einige Multimediamöglichkeiten

Musik

Musik von Audio-CDs lässt sich auf die angeschlossene Festplatte rippen. Bei einigen CDs erkennt die Konsole sogar automatisch den Interpret und um welches Lied es sich handelt. Mit MP3- und WMA- Dateien ist das zwar nicht möglich, diese können dafür, wie auch die gerippten Dateien, im Dashboard und in allen Spielen abgespielt werden. Demnach ist auch der Anschluss von externen Datenträgern wie MP3-Playern möglich.

Bilder

Falls auf einer angeschlossenen Digitalkamera oder einem externen Datenträger Bilder zur Verfügung stehen, können diese in einer Diashow abgespielt werden, jedoch nicht auf die 20 GB Festplatte kopiert werden. Beim Abspielen gibt es einige Möglichkeiten. So lässt sich beispielsweise die Größe und Reihenfolge der Bilder bestimmen, sowie deren Ausrichtung. Dabei werden alle gängigen Formate unterstützt. Bei Bedarf lassen sich Bildmotive auch als Hintergrund festlegen.

Videos

Von externen Datenträgern lassen sich seit dem letzten Dashboardupdate auch Videos im .wmv-Format abspielen, jedoch nicht auf die 20GB Festplatte kopieren. Auch dabei lässt sich die Größe des Bildausschnitts bestimmen. Die Konsole unterstützt auch HDTV und .wmv-Filme. Videos können auch von einem im Netzwerk befindlichen Server oder Computer mit Windows XP Media Center Edition zur Xbox360 gestreamt und dort abgespielt werden. Dieses ist mit Videos bis zu HD-Auflösungen und in mehreren Codecs (MPEG-2, Mpeg4, WMV und [Containern (WMV, MOV, TS) möglich.

Desweiteren wurde die Unterstützung von DivX Filmen angekündigt.


Bekannte Probleme

Der sogenannte "Ring of Death"


Ein allgemeiner Hardwaredefekt der Konsole wird am Ring of Light, dem Ring auf der Vorderseite, durch drei rote Leuchtdioden angezeigt (was manchmal ironisch als Ring of Death bezeichnet wird). Aufgrund der, nach Aussage von Microsoft im Juni 2007, „unannehmbar hohen Anzahl von Reparaturen“ der Xbox 360 mit diesem Fehler, wurden Änderungen an der Xbox 360 vorgenommen

Bereits 2006 hatte es eine größere Anzahl von Problemen mit der Xbox 360 gegeben, Medienberichten zu Folge lag die Ausfallsrate zu der Zeit bei 30%-50%. In den USA und Kanada hatte Microsoft darauf hin bereits im Dezember 2006 die Garantiezeit von 90 Tagen auf ein Jahr verlängert.

Überhitzung

Das meistdiskutierte Problem, mit dem Microsoft zu kämpfen hat, ist die mögliche Überhitzung der Konsole. Aufgrund der höheren Leistung kann es, insbesondere bei unzureichender Luftzufuhr passieren, dass die Konsole durch zu hohe Wärmeentwicklung Schaden nimmt. Die hierdurch notwendige starke Ventilation der Konsole wurde wiederholt wegen der mit ihr verbundenen hohen Lautstärke kritisiert.

Medienberichten zu Folge liegt die Ursache im verwendeten bleifreien Lot, das durch die häufigen Temperaturwechsel (Betrieb vs. ausgeschalteter Zustand) bei etwa einem Drittel aller Geräte brüchig wird und somit die Kontakte verloren gehen. Bei den Reparaturen durch Microsoft wurden anfangs nur diese Kontakte wieder hergestellt, was jedoch nach einiger Zeit zu erneuten Ausfällen führte. Inzwischen werden bei den Reparaturen zusätzliche Kühler angebracht, die über eine Heatpipe mit dem Kühler des Grafikchips verbunden sind. Grundsätzliche Besserung soll ein neues Hardware-Design der Konsole bringen (Codename Falcon), bei dem Hauptprozessor und Grafikchip von 90nm auf 65nm umgestellt werden. Dadurch würden Stromaufnahme und damit Hitzeentwicklung reduziert werden.

Durch die sehr hohe Anzahl von notwendigen Reparaturen kommt es zu erheblichen Verzögerungen. Microsoft hat durch die Einbeziehung weiterer Partner in den Reparaturprozess reagiert

Zerkratzte Datenträger

Die Xbox 360 kann CDs und DVDs zerkratzen, wenn sie während des Betriebs bewegt wird. Es ist auch besser, die XBox 360 waagerecht anstatt senkrecht aufzustellen, da sie dann stabiler steht und nicht viel bewegt wird.

Mit dem Problem beschäftigt sich seit Juni 2007 auch EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kunewa, nach dem in der niederländischen TV-Show Kassa das Problem nachgewiesen wurde. Sie stellte Microsoft darauf hin ein Ultimatum, sich zu Lösungsmöglichkeiten des Problems zu äußern.

In den USA wurde im Juli 2007 Sammelklage gegen Microsoft eingereicht, da Microsoft angeblich für den Tausch von durch die XBox 360 zerkratzten Spielen zu Unrecht eine Gebühr verlangt hat.

PAL-60-Modus

Der Modus PAL-60 wurde implementiert, um leichter Spiele aus den USA an Europa anzupassen. Jedoch wird dabei die Auflösung verschlechtert. Das funktioniert zwar auf der Konsole, jedoch können einige, vor allem ältere, Fernseher kein oder nur schlecht PAL-60 darstellen. Immer mehr Spiele unterstützen jedoch nur noch diesen PAL-Modus, so dass Besitzer betroffener Fernseher zum Umstieg gezwungen sind.

Quellen