Lynx

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Lynx.jpg

Hersteller

  • vertrieben von Atari
  • entwickelt von Epyx

CPU

  • 8-bit mit 16-bit address space
  • Coprozessor: "Mikey" und "Suzy"
  • 2 x 16-bit custom CMOS chips mit 16 MHz
  • MOS 65C02 mit bis zu 4 MHz (3.6 MHz durchschnittlich)

Speicher

  • RAM: 64K 120 ns DRAM
  • ROM: 512 bytes


Display

  • 3,5" Bildschirmdiagonale
  • 160x102 Pixel
  • Hintergrundbeleuchtung (beim Lynx II abschaltbar)
  • 4096 Farben
  • 16 Farben gleichzeitig

Sound

  • 4 channels, 8-bit DAC für jeden Kanal
  • Stereo (nur Lynx II)

Stromversorgung

  • 6 AA Batterien
  • Batterielaufzeit 4h (Lynx I), 5h (Lynx II)

Sonstiges

  • ComLynx Port für Multiplayerspiele
  • Linkshänder Funktion (Gerät wird dann andersrum gehalten)

Erschienen

  • Lynx I: 1989
  • Lynx II: 1991


Erhältlich

Allgemein

1987 entschied sich der Spielehersteller Eypx in den Hardwaremarkt einzusteigen. Epyx gehörte mit Spielen wie Summer Games, Winter Games und Impossible Mission zu den bekanntesten Entwicklern für Heimcomputer wie den C64. Im Entwicklungsteam des damals noch "Handy" genannten Projekts waren auch R.J. Mical und Dave Needle, die schon den Amiga mitentwickelt hatten.
Während der Entwicklung geriet Epyx allerdings in finanzielle Schwierigkeiten und machte sich auf die Suche nach einem Partner. Sie boten den Lynx verschiedenen Firmen an, darunter auch Nintendo. Nintendo lehnte aber ab und Atari erhielt schließlich den Zuschlag.
Nintendo hatte bereits den Gameboy entwickelt. Der Lynx war diesem technisch deutlich überlegen. Während Nintendo nur ein unbeleuchtetes Schwarz-Weiß-Display verbaute, trumpfte Atari mit einem beleuchteten Farbdisplay auf. Auch die restliche Hardware war der Konkurrenz aus Japan deutlich überlegen. Der Lynx kann zum Beispiel recht ordentliche 3D-Grafik darstellen. Allerdings wurde das durch einen hohen Batterieverbrauch und eine enorme Größe erkauft.
Ende 1989 brachte Atari den Lynx dann endlich in den USA auf den Markt, wenn auch in geringen Stückzahlen. Das System kam für 199$ in einem Bundle zusammen mit einem ComLynx-Kabel, einer Tragetasche, einem Netzteil und California Games auf den Markt. Damit war er 90$ teurer als Nintendos Gameboy.
Es gab allerdings kein Spiel, dass es mit den Nintendo-Titeln aufnehmen konnte. Der Gameboy wurde mit erstklassigen Titeln wie Tetris, Super Mario Land und diversen vom NES bekannten Lizenzen versorgt während dem Lynx einfach das Must-Have Spiel fehlte.
Er konnte sich daher nicht auf dem Markt durchsetzen. Atari konnte auch nie genügend Third Party-Entwickler überzeugen für den Lynx zu programmieren. 1991 brachte Sega den Game Gear auf den Markt und der Lynx war nicht mehr der einzige Farbhandheld auf dem Markt. 1993 wurde dann der Verkauf eingestellt und Atari konzentrierte sich auf den Jaguar.
Den Lynx gibt ihn in zwei Varianten: Den ursprünglichen Lynx I und die verbesserte Variante Lynx II. Der Lynx II ist etwas kleiner, besitzt eine höhere Akkulaufzeit und die Displaybeleuchtung läßt sich abschalten.
Ein interessantes Feature des Lynx ist die Linkshänderfunktion. Es gibt jeweils 2 A und B Buttons. Mit einem Tastendruck wird auf das andere Buttonpaar umgeschaltet und die Displaydarstellung um 180 Grad gedreht. Auf diese Weise kann der Lynx auch von Linkshändern problemlos benutzt werden.

Systemdetails

Screenshots

Ly bluelightn.png Ly drivin.png Ly soccer.png
Ly warbirds.png Ly xybots.png Ly zarlor.png


Systemfotos

Module

Lynx Modul.JPG Die verschiedenen Varianten der Lynx Module von hinten
Es gibt insgesamt drei verschiedene Modulvarianten. Die erste Form (links) ist recht schwer aus dem Gerät zu entfernen. Deshalb verbesserte Atari die Modulform insgesamt zwei mal.

Pins: 34
Maße: 6 x 5,7 cm

Spiele


Programmieren

Es kam vor vielen Jahren ein SDK namens BLL herraus. Leider ist es uns bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich gewesen einen funktionierenden Link aufzugabeln oder die Autoren zu erreichen.

Es ist dennoch immerhin eine klare Dokumentation verfügbar.
Auf Atari Age findet sich auch eine Anleitung zum Bau eines Cartridereaders [1]

Verschiedenes

Da der Lynx einen enorm hohen Stromverbrauch hat ist ein Netzteil sehr praktisch. Entweder man besorgt sich eins direkt von Atari oder man kauft sich eins mit den passenden Daten.
Lynx netzteil.jpg Lynx netzteildaten.jpg

Links

Allgemeine

Programmieren