Pandora

Aus portablegaming.de Wiki
Version vom 29. Mai 2011, 17:57 Uhr von The501legion (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pandora.jpg

Das Pandora ist als tragbares Video-Spiel System (Handheld-Konsole) erdacht worden. Sie kann auch als digitale Assistentin (PDA) genutzt werden oder als mobiler Multimedia-Player. Das Gerät hält jedoch auch als Home-Computer her - da er zuhause mit einer großen USB-Tastatur und Maus am heimischen Fehrsehrapparat angeschlossen werden kann.

Entwicklung

Anfangs war es nur der Gedanke die GP2X an die Wünsche der Kunden anzupassen, den die drei Distributoren Oktober 2006 nach Korea trugen. Im Nachhinein könnte es sich als Glück erwiesen haben, dass GPH daran scheiterte die Wünsche umzusetzen, oder vielmehr dass Craig aus der UK, Fatih aus der Türkei und Michael Mrotzek aus Deutschland nicht bereit waren, ihre Wünsche runterzuschrauben: Etwa Februar 2007 wurde entschlossen eine völlig neue Konsole zu planen. Und im April 2007 stand fest: "PANDORA" würde diese heißen - und viele hielten die Ankündigung einer neuen Konsole nur für einen Aprilscherz. Im August 2007 dachte man sich schon kurz vor der Ziel-Linie. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Chipsatz MMSP2+ nicht die richtig Wahl sein konnte. Und so wurde ein neuer Chip gesucht und der OMAP gefunden. Ein weitere Glücksfall dürfte auch der Hardware-Entwickler Michael Weston sein, den das Team gewinnen konnte, der ebenfalls davon träumte seinen eigenen Handheld zu erschaffen. Ein weiteres wichtiges Standbein sind allerdings auch die Software-Entwickler, die aus der GP2X-Szene das Software-Archiv von Michael zu schätzen wußten und an der Firmware der Konsole arbeiten. Im September 2008 stand dann endlich fest, dass die ersten 3000 Geräte endlich in Produktion gehen werden. Über die Seiten OpenPandora.org und OpenPandora.de konnten die Fans am 30. September die entsprechenden Vorbestellungs-Seiten aufsuchen - die Server der Distibutoren wurden überlastet und innerhalb von 6h waren die ersten 2000 Bestellungen komplett. Da letztendlich weit über 3000 Vorbestellungen eingegangen sind, werden in diesem Jahr also noch 4000 Geräte produziert. Im Euro-Raum kostet das Pandora 250,- € (inkl. MwSt).

Zielgruppe

In Herbst 2008 ist das Netbook-Fieber ausgebrochen. Kleine und günstige PC-Laptops laden nicht nur zum Arbeiten sondern wollen vorallem unterwegs informieren. Die günstige Hardware war meist nicht leistungsfähig genug für das neue Vista-Betriebsystem von Microsoft. So wurde oft neben Windows-XP auch gerne das Linux-Betriebssystem Angeboten welches sowohl positiv auf den Preis als auch teils auf die Performence wirkte. Mircosoft konnte jedoch seine Stellung wieder festigen und Linux-System zurück drängen. Die Günstigen System und kleinen Tastaturen sind gerade für jüngere Generationen gern gesehenes Spielzeug. Lieber als beim Betriebssystem wird allerdings beim Akku gespart und so haben einige Netbooks nur eine Laufdauer von 3h bis sie wieder an die Steckdose angelegt werden wollen.

Bei der Pandora steht das Spielen und das Mobile vergnügen völlig im Vordergrund. 10h Betriebsdauer sind im Normalbetrieb noch kein Problem für das kleine Gerät. Zusammengeklapt paßt es sogar in die Jackentasche. Das 800 x 480 Pixel große Touch-Display im 5:3 Format lassen nicht nur Filme verdammt gut unterwegs aussehen, sondern stellen auch das über WLAN empfangene Internet ausreichend da. Wem die Tastatur zu klein ist, der kann über die USB-Schnittstellen gewohnte Tastaturen anschließen. Über ein TV-Ausgang können sogar direkt Beamer angesteuert werden - ist das TV-Kabel zu kurz wird die Präsentation über eine Bluetooth Tastatur oder Maus gesteuert. Doch ein PC ist der kleine Home-Computer eben nicht. Wer darauf ein Windows-Programm laufen lassen will hat vorerst schlechte Karten. Auch wird man trotz der vielen Emulatoren wohl kaum einen der großen aktuellen Spieletitel für die Pandora erwerben können.

Trotzdem hat das Mobile Entertaiment der Pandora seinen besonderen Charme und wird seine Freunde finden auch ausserhalb der Retro- und Homebrew-Szene. Von Leuten die sich gar nicht um die Frage des Betriebssystems kümmern und über Linux interessierte bis hin zu den Leuten, die meinen eine IT-Welt könnte auch ohne Microsoft funktionieren...

Software und Spiele

Einfache Nutzung liegt den Entwicklern der Konsole eben so am Herzen wie die Erweiterbarkeit. Daher wird ein Menü-System so flexibel ausgestattet sein, stehts neue Spiele und Programm-Pakete von der SD-Karte zu starten oder die Pakete aus dem Internet zu erweitern.

Im Hintergrund arbeitet ein Ångström-Linux als Firmware - Durch einen Intiligenten Paket-Service kann der einfache Benutzer das Betriebssystem auf den gewünschten Stand bringen. Durch das quelloffene Konzept von Linux können Betriebssystem-Entwickler sogar selbst anpassungen vornehmen. Anwendungsentwickler werden eingeladen durch etablierte Bibliotheken wie OpenGL ES oder SDL eigene Anwendungen und Spiele auf der Pandora zu entwickeln.

Titel die auf anderen Spielekonsolen laufen werden für die Pandora auf lange sicht erst einmal nicht erscheinen. Für den Kommerziellen-Markt erscheint die Konsole noch nicht interessant schon allein wegen Ihrerer Stückzahl. Doch die Homebrew-Entwickler wissen mit Ihrer Kreativität zu überraschen. Zudem gibt es interessante Open-Source Projekte die auf die ARM-Architetkur übersetzt werden. Desweiteren werden bereits Emulatoren entwickelt, die es erlauben klassische Spielekonsolen-Spiele auf der Pandora Spielbar zu machen. Genannt wurden hier von den Entwicklern die folgenden Konsolen: PlayStation, Amiga, Super NES, Atari Jaguar und das Mega Drive Es wird erwartet, dass viele weitere Emulatoren aus der Hobby-Entwickler-Szene folgen werden. Daher wird es also durchaus ein akzeptables Startangeboten an Spielen geben.

Spezifikation

  • Texas Instruments OMAP3530 System on a Chip
  • ARM Cortex-A8 superscalar Microprozessor-Kern (bis zu über 600 MHz)
  • PowerVR SGX 530 (110 MHz) OpenGL ES 2.0 kompatible 3D Hardware
  • IVA2+ Audio- und Video-Prozessor
  • 256MB DDR-333 SDRAM Arbeitsspeicher
  • 512MB NAND-FLASH-Speicher für Betriebssystem/Firmware
  • Integriertes 802.11b/g WLAN
  • Integriertes Bluetooth 2.0 + EDR (3Mbit/s) (Class 2, +4dBm)<ref name="mweston">MWestons Seite</ref>
  • 800x480 Auflösung Touchscreen LCD, 4.3" Widescreen (5:3), 16.7 Millionen Farben (300 cd/m2 Helligkeit, 450:1 Kontrastauflösung)
  • Zwei Analog-Pads; ca 15mm Durchmesser, 2 mm Bewegungsraum
  • Vollständiges Gamepad mit zwei Schulterknöpfen (8 Richtungen, A, B, X, Y, L, R, Menu, Select, Start)
  • QWERTY-Tastatur mit abgesetzter Zahlenzeile.
  • Dual SDHC card slots (zur Zeit bis zu 64GB Speichergröße)
  • Kopfhörerausgang mit bis zu 150 mW/Kanal mit 16 Ohm, 99 dB SNR
  • TV Ausgang (S-Video)
  • Internes Mikrophon
  • USB 2.0 OTG Port (480 Mb/s) mit Lademöglichkeit
  • USB 2.0 HOST Port (480 Mb/s) mit 500 mA Stromversorgung für angeschlossene Geräte
  • Expansionsport mit extern zugänglicher UART für Hardware hacking und Debugging
  • Schutz vor Firmewareschaden mit integriertem Bootloader für sichere Code-Experimente
  • Läuft mit Linux (2.6.x)
  • xUbuntu ARM-Version ist lauffähig
  • 4000 mAh Lithium-Ionen Akku
  • ca. 10 Stunden Laufzeit für Videos oder Standardanwendungen und 100 Stunden für Musik
  • Maße: 140x83x27mm<ref name="mweston" />(5.51x3.27x1.06 in)

Wie viel wird er kosten?

Er wird ca. 300 Euro (inkl. 19% gesetzlicher Mwst) kosten.

Links